Wie sollen sie IHN anrufen, wenn sie nicht an IHN glauben?
Wie sollen sie an IHN glauben, wenn sie von IHM nichts gehört haben?
Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?
aus Röm. 10, 13-17

Wir möchten Ihnen hier einige Informationen zur Demokratischen Republik Kongo geben. Falls Sie sich ausführlicher über dieses Land informieren möchten, bietet Ihnen auch der Artikel von
Wikipedia zur Demokratischen Republik Kongo weitere Informationen.
Nach der Verfassung ist die Demokratische Republik Kongo eine Präsidiale Republik. Staatsoberhaupt ist der Präsident, Regierungschef der Premierminister.
Die Demokratische Republik Kongo besteht aus dem Hauptstadtdistrikt und 10 Provinzen, die sich in 41 weitere Einheiten gliedern.
Die Hauptstadt des Landes ist Kinshasa. Die Verwaltung ist streng zentralistisch aufgebaut.
Nach dem 21. August 2000 bestand ein provisorisches Parlament mit ernannten Mitgliedern. Seit den Wahlen 2006 ist Joseph Kabila als Präsident bestätigt.
Die politischen Verhältnisse im Land sind leider immer noch nicht stabil. Wirtschaftlich gesehen liegt das Land am Boden. Die Armut ist überall zu spüren.
Hier erhalten Sie einen Überblick über die neuere Geschichte der Demokratischen Republik Kongo.
| 1885–1960 | Belgische Kolonialherrschaft |
| 1960 | Unabhängigkeit |
| 1960–1965 | Kongo-Wirren; Machtkämpfe, Stammesfehden und Sezessionsbestrebungen (insbesondere der Provinz Katanga/ Shaba) führten zum Bürgerkrieg, in den die UNO eingriff |
| 1971 | Umbenennung von Kongo in Zaire |
| 1973–1975 | Verstaatlichung ausländischer Firmen der Kupferindustrie sowie der Erdöl-, Bau-, Produktions- und Transportfirmen |
| 1977–1979 | Shaba-Konflikt; Einfall ehernaliger Katanga-Gendarmerie aus Sambia bzw. Angola zum Sturz von Mobuto Sese Seko |
| 1979–1986 | Konflikt mit Sambia über den Grenzverlauf am Mwerusee |
| 1981 | Grenzstreit mit Burundi 1991 u. 1993 Schwere Unruhen in Zaire |
| 1996 | Aufstand der Banyamulenge-Tutsi (mit Unterstützung Ruandas) in der Region Kivu führt zum Bürgerkrieg in Zaire |
| 1997 (Mai) | Ende des Bürgerkrieges. Präsident wird Laurent Desire Kabila; Umbenennung des Staatsnamens in Demokratische Republik Kongo |
| 1998 (Aug.) | Erneuter Ausbruch des Bürgerkrieges durch Armeeeinheiten (Tutsi) gegen Kabila; durch Eingreifen von Simbabwe, Angola, Namibia sowie Ruanda und Uganda Internationalisierung des Konflikts. |
| 2001 (Jan.) | Laurent Kabila ermordet. Sein Sohn Josef wurde ohne Wahl zum Nachfolger ernannt. |
| 2003 | Friedensabkommen: Die Rebellen beteiligen sich an einer Übergangsregierung. |
| 2006 (Juli) | Die ersten freien Wahlen seit 1965 finden statt. Neben der Wahl eines neuen Parlamentes wurde Joseph Kabila zum Präsidenten gewählt. Um einen friedlichen Ablauf der Wahlen zu sichern, wurden u.a. auch deutsche Soldaten zur Überwachung eingesetzt. |
Im Jahre 1995 lebten in der Demokratische Republik Kongo 41.813.000 Einwohner, 2006 wurde die Einwohnerzahl mit 52.000.000 Menschen angegeben. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt bei 3,24%., die Bevölkerungsdichte beträgt 16 Menschen je qkm.
In der Landehauptstadt Kinshasa wohnen 4.200.000 Einwohner; andere wichtigen Städte sind: Lubumbashi: 700.000; Kisangani: 315.000 und Kananga: 300.000
Große Teile des Landes sind sehr dünn besiedelt.
Verstädterung: 44%
Analphabeten: 39 %
Die Bevölkerung der Demokratische Republik Kongo ist jung. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 52,5 Jahre. Knapp die Hälfte der Einwohner sind berufstätig:
Es gibt ca. 450 ethnische Gruppen und zahlreiche Untergruppen. Unter den zahlreichen Völkern unterscheidet man fünf Hauptgruppen: Bantus, Sudanesen, Pygmäen, Niloten und Hamiten. 80 Prozent der Bevölkerung gehören den Bantustämmen an
In Der Demokratischen Republik Kongo werden mehr als 200 verschiedene Sprachen gesprochen, Amtssprache ist jedoch das Französische, obwohl die Sprache nur von zehn Prozent der Bevölkerung beherrscht wird. Sie wird als Geschäftssprache, in Schulen und in der Regierung benutzt. (Quellenangabe: GEO)
Genaue Angaben über die Zahl von Gehörlosen liegen nicht vor.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist seit Jahren rückläufig. Ursachen dafür sind neben politischer Unsicherheit, weitverbreiteter Korruption und mangelnder Sicherheit der schlechte Zustand der Infrastruktur im Verkehrs- und Telekommunikationswesen sowie Ineffizienz und ungenügende Ausbildung. Dazu kommen zeitweise niedrige Weltmarktpreise für die wichtigen Exportprodukte Kupfer, Edelmetalle und Kaffee sowie die Abhängigkeit von Ölimporten.
Die Verelendung des Landes nimmt weiter zu und die Dem. Rep. Kongo gehört trotz seiner reichen Bodenschätzen zu den am geringsten entwickelten Staaten der Erde.

Die Demokratische Republik Kongo liegt im zentralen Afrika. Mit seiner Oberfläche von insgesamt 2.345.000 qkm ist es hinter Algerien (2.376.000 qkm) und dem Sudan (2.506.000 qkm) das drittgrößte Land Afrikas. Die Bundesrepublik Deutschland hätte darin 10 mal Platz!
Durch das nördliche Drittel des Landes zieht die Äquatorlinie. Wie ein Sattel überzieht der tropische Regenwald die Äquatorlinie.
Die DR Kongo ist von neun Ländern umgeben: Im Norden von der Republik Kongo, der Republik Zentralafrika, dem Sudan, im Osten von Uganda, Ruanda, Burundi und Tansania, im Süden von Sambia und Angola. Die Grenzlinien betragen insgesamt 9.165 km. Durch einen Küstenstreifen im Westen von nur 40 km hat die DR Kongo Zugang zum Atlantik.
Vom Kongobecken im Westen des Landes mit Erhebungen bis zu 400 m erstrecken sich in Richtung Osten, Süden und Südwesten stufenförmig Hochplateaus.
Im südlichen Westen lehnt die Küstenebene an den 1.000 m hohen Bergen des Cristal-Massifs. Im Süden erstreckt sich das Hochland des Kasai, das von einem dichten Netz an Flüssen durchzogen ist. Daran schließt sich im Südosten das Massiv des Katanga-Hochlandes, an. Eine mächtige Bergkette zieht sich in ca. 50 km Breite und ca. 1.000 km Länge die östlichen Landesgrenzen entlang.
Den südlichen Teil nimmt das Mitumba-Massiv ein, das sich vom Katanga bis in den Kivu erstreckt. Die daran anschließende Virunga-Bergkette hat eine Reihe Vulkanberge hervorgebracht, von denen zwei, der 3.471 m hohe Nyragongo und der 3.056 m hohe Nyamulagira, noch tätig sind. Höchste Erhebung des Virunga-Massifs ist der 5.119 m hohe Ruwenzori, dritthöchster Berg Afrikas hinter dem 5.194 m hohen Kenia und dem 5.895 m hohen Kilimandscharo.
Im Norden des Landes erstreckt sich die savannenbedeckte Uele-Hochebene.
In weitem Bogen zieht der mächtige, weit verzweigte Fluss Kongo seine Bahn durch das Land.
Gemessen an seiner Länge von 4.640 km steht er an fünfter Stelle der Weltrangliste nach dem Nil, Amazonas, Mississippi und Yang-Tse. Was die beförderte Wassermenge betrifft, liegt er mit 40.000 m³ pro Sekunde hinter dem Amazonas an zweiter Stelle.
Der Fluß entspringt unter dem Namen Lualaba in Musofi, einem 1.435 m hoch gelegenen Dorf im Departement Katanga unweit der sambischen Grenze. Nur streckenweise schiffbar fließt er bis Kisangani als Lualaba.
Dort wechselt er seinen Namen, führt weiter als Kongo durch den tropischen Regenwald, bildet südlich von Mbandaka die Landesgrenze zur Republik Kongo (nicht zu verwechseln mit der Demokratischen Republik Kongo) und erreicht nach 1.734 km Kinshasa. Auf der gesamten Strecke von Kisangani bis Kinshasa besteht Schiffsverkehr.
Mehrere gefährliche Stromschnellen mit einem Höhenunterschied von 265 m auf 300 km machen die Strecke von Kinshasa nach Matadi unschiffbar. Eine der gewaltigen Stromschnellen, mit einem Gefälle von 102 m in 15 km, diente zum Bau eines der größten Staudämme der Welt. Hier wurde das Wasserkraftwerk INGA gebaut, das seit Fertigstellung des dritten und letzten Bauabschnittes das mächtigste Wasserkraftwerk in ganz Afrika ist.
Der Kongo ist mit seinen Nebenflüssen nicht nur großer Energielieferant, er bildet mit seinen insgesamt 14.166 km schiffbaren Gewässern auch wichtige Transportwege.
Das Land ist mit eindrucksvollen Wasserfällen übersät, von denen der 384 m hohe Lofoi im Nationalpark Kundelungu den höchsten Afrikas darstellt.
Auch was die Seen betrifft, kann die Demokratische Republik Kongo mit Superlativen aufwarten. Von den insgesamt etwa 15 Seen des Landes ist der Tanganjika-See nach dem Baikal-See der zweit tiefste Binnensee der Welt (1.470 m). Der Kivu-See ist mit 1.400 m der höchst gelegene See Afrikas.
In der Demokratischen Republik Kongo gibt es verschiedene Klimazonen und Saisonzeiten. Warmes, tropisches Klima mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen um 25 Grad herrscht am Äquatorgürtel und in Kinshasa. Im Tropenwald ist die Luftfeuchtigkeit extrem hoch (bis ca. 80%), die Temperaturen liegen konstant zwischen 30 und 35 Grad und fallen nachts kaum unter 20 Grad.
Im Bas-Zaire, hauptsächlich in der Küstenregion, liegt die jährliche Durchschnittstemperatur bei 26 Grad. Das ganze Jahr über ausgeglichenes, mediterranes Klima herrscht im hochgelegenen Kivu. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt hier bei 20 Grad.
Ähnliches gilt für die Hochplateaus des Kasai und Katanga. In den höheren Bergregionen des Virunga-Massivs sinken die Temperaturen auf 16 -17 Grad bei 2.000 m Höhe, 11 Grad bei 3.000 m und 6 Grad bei 4.000 m Höhe.
Im Norden des Landes wehen Winde von Süden her zwischen April und September und Nordwinde von Oktober bis März. In der Tropenregion weht der Alizé das ganze Jahr über von Ost nach West und im Katanga von März bis November vom Indischen Ozean her. Von Dezember bis Februar herrschen unregelmäßige Nordwinde. Die Küstenregion wird von Südwest- und Westwinden bestimmt.
Südlich des Äquators dauert die Regenzeit von Oktober bis April und die Trockenzeit von Mai bis September. Eine weitere kurze Trockenzeit ist darüber hinaus im Januar zu verzeichnen.
Nördlich des Äquators liegen die Saisonzeiten in umgekehrter Weise.
In den höheren Bergregionen im Osten regnet es – mit Ausnahme des Trockenmonats Juli – praktisch das ganze Jahr über. Weniger Regen fällt in der Trockenzeit Juni-September und im Januar.
Während der Regenzeit wechseln kurze, teilweise auch sehr heftige Regenfälle mit klarem, sonnigem Wetter. Die Temperaturen steigen nach dem Regen rasch in die Höhe. An der Küste und in Matadi können sie leicht 40 Grad erreichen.
Die Luft ist meist klar und der Himmel blau – also beste Voraussetzungen zum Fotografieren. Ungünstig sind dagegen die Bedingungen, sich im Land per Auto fortzubewegen. Der Wagen bleibt häufig im Schlamm stecken, oft sind auch ganze Strecken nicht befahrbar.
Während der Trockenzeit ist der Himmel meist bedeckt, und die Temperaturen liegen wesentlich niedriger. Dies ist auch die beste Zeit, mit dem Auto unterwegs zu sein: die Pisten sind zwar sehr staubig, aber überall gut befahrbar.
Bis zum Jahr 1985 wurde in den Dörfern und Städten der Provinz Katanga, im Südosten der Demokratischen Republik Kongo, das gehörlose Kind als ein wertloser Mensch angesehen. Sogar in der eigenen Familie wurde und wird es aus Scham zu Hause versteckt.
Da es nicht hören kann, hat es keine Möglichkeit, auf dem natürlichen Weg sprechen zu lernen. So muss es sehr einsam, isoliert und vernachlässigt aufwachsen. Niemand will sich um dieses Kind kümmern. Oft kommt es sich deshalb wertlos vor. Manche glauben, dass ein solches Kind von einem bösen Geist besessen ist. Nicht hören zu können, bringt dem Gehörlosen im Leben große Schwierigkeiten.
Groß sind auch die Nöte der Eltern, wenn sie feststellen müssen: Unser Kind ist gehörlos. Nicht selten beschuldigt der Vater die Mutter, sie sei schuldig, wenn das Kind gehörlos ist. Es kommt vor, dass er deswegen die Scheidung einreicht oder einfach nicht mehr nach Hause kommt. Die Nöte, welche die Mutter mit ihren vielen Kindern und dazu noch dem gehörlosen Kind durchmachen muss, kann man nur erahnen. Es gibt Fälle, in denen die verzweifelte Mutter ihr gehörloses Kind einfach aussetzt und es sich selbst überlässt.
Das Leid dieser Gehörlosen ist häufig nicht bekannt.
Manche an Jesus Christus gläubige und von der Liebe Gottes getriebene Gehörlosenlehrer oder Direktoren haben solche ausgesetzten Kinder gesucht. Sie haben solche Kinder dann eine zeitlang in ihrer eigenen Familie aufgenommen. So helfen sie dem Kind fürs erste. Wenn die Mutter des gehörlosen Kindes doch noch gefunden wird, helfen sie ihr zum richtigen Umgang mit ihrem Kind. Das Ziel ist es, dass das Kind wieder bei seiner Mutter leben kann.
Wir glauben, dass Gehörlose, die in dieser christlichen Umgebung aufwachsen – trotz Armut und Elend – in der Gemeinschaft mit Jesus Christus ein sinnvolles Leben führen können. Und dass sie ein herrliches Zeugnis sind von der Liebe Gottes für ihre Umgebung.